Eine Lammhüfte ist ungefähr so groß wie meine Faust und wiegt ca. 180 gr – dies für Ihre Mengen-Kalkulation…  Silvester 2022 haben wir zu viert 6 Lammhüften gegessen. Zubereitet hatte ich 9 Stück, also blieb ein schönes Resteessen für den Neujahrstag.

Die Lammhüften mariniere ich vorher für ca. 2 Stunden, brate sie dann rundum scharf an und gare sie im Backofen für eine Stunde bei 80°C Ober-/Unterhitze (= Niedertemperatur) fertig. Bei einer Kerntemperatur von 62°C sehen sie innen so aus wie oben auf dem Foto und sind butterzart.


Für die Marinade

2 Knoblauchzehen
je 1 Bund Basilikum, Estragon und Petersilie

fein hacken und mit

3 EL mittelscharfem Senf
2 EL Honig
2 EL Olivenöl

verrühren.

Lammhüften

salzen

und in eine flache Schale legen, dann möglichst gleichmäßig von oben und unten mit der Marinade bestreichen. 1-3 Stunden im Kühlschrank marinieren.

Ungefähr eine Stunde vor dem Braten das Lamm auf jeden Fall aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur annehmen kann. Das ist wirklich wichtig, denn dadurch „entspannt“ sich das Fleisch und behält beim Braten die Flüssigkeit.

In einer vorerhitzten Pfanne die Lammhüften von allen Seiten ohne Fett scharf anbraten. Das dauert ca. 1,5 Minuten. Die Hitze auf 3/4 reduzieren und die Lammhüften unter ständigem Wenden für weitere ca. 5 min in der Pfanne belassen.

Nun bei 80° Grad Ober- und Unterhitze auf einem tiefen Blech o.ä. im Ofen zart garen; pro 100 g Fleisch mindestens 20-30 min Garzeit bei 80°C rechnen. De facto braucht es ungefähr 50-60 min, bis das Fleisch die Kerntemperatur von 62°C erreicht hat. (Wenn Sie nicht sofort servieren können, Backofentemperatur nach Erreichen der Kerntemperatur auf 50°C runterdrehen und lieber kurz vor dem Servieren noch einmal kurz bei 200°C erwärmen. So bleibt das Fleisch innen, wie es sein soll.)

Ich nutze die Zeit, um die Bratrückstände in der Pfanne mit etwas Balsamico und Brühe oder Rotwein anzulösen und einzukochen, am Ende verrrühre ich noch ein Stückchen kalte Butter. Da ergibt eine kleine, wunderbare Sauce.

Ebenfalls in der Backofenphase

500 gr Beluga-Linsen (für 4 Personen)

nach Packungsanweisung kochen, das dauert etwa 25 Minuten. Währenddessen in einer Pfanne in etwas

Butterschmalz oder Öl

zusammen mit

ca. 150 gr Sofritto

(Mischung aus kleingewürfelten Möhren, Zwiebeln, Staudensellerie, Petersile, ggf. Knoblauch; habe ich immer selbstgemacht und tiefgefroren im Vorrat, sehr praktisch, auch für Lasagne etc.; kann man natürlich auch frisch nur für das eine Gericht schnippeln) anbraten und dann gar schmoren.

Wenn die Linsen ebenfalls gar sind (nicht zerkocht!), in einem Sieb abspülen, abtropfen lassen und in die Pfanne geben. Dann mit

4 EL Kürbiskernöl
4 EL Balsamico
Salz und Pfeffer

gut umrühren, nachsalzen (Linsen “verschlucken” viel Salz) und auf kleiner Flamme warmhalten.

Nun die Lammhüften

salzen und pfeffern.

Zum Servieren schräg aufschneiden und auf dem Linsengemüse anrichten. Mit etwas Sauce übergießen.

Dazu passen Salzkartoffeln gut.


Tipp: Übriggebliebenes Lammfleisch lässt sich gut einfrieren und aufgetaut bei rund 175°C im Backofen wieder erwärmen. Im Kühlschrank halten sich die Reste des Lamms rund drei Tage.

Infos habe ich mir an mehreren Stellen geholt, für Zeiten und Temperaturen, für die Marinade und für das Linsengemüse.


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