Ich aß ohne jedes Vorwissen die „Bigoli in Salsa“ in Venedig um die Ecke vom Hotel in der kleinen, bodenständigen „Bacaro e Trattoria da Fiore“ als Vorspeise und war beglückt. Das Original-Rezept war online auffindbar und dann waren wir auch zu Hause beglückt. Denn natürlich musste ich diese Köstlichkeit direkt nachkochen!
Für 2 Personen als Hauptgericht.
200 g Zwiebeln (ich nahm die von mir sehr gemochte Sorte Roscoff)
abziehen und fein würfeln.
1/2 Bund Petersilie
waschen, trockentupfen und fein hacken. Von einem
½ Glas Olivenöl
die Hälfte in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln zugeben. Die Zwiebeln zugedeckt bei schwacher Hitze etwa 15 min garen – jedenfalls, bis sie schön glasig sind.
1 Glas Wasser (ich nahm Weißwein)
nach und nach zugeben und die Zwiebeln umrühren – bitte Geduld, die Zwiebeln müssen komplett zerkochen, also schmelzen. So verlieren sie ihre Schärfe und werden leicht süßlich.
In der Zwischenzeit in einem Topf Wasser mit Salz zum Kochen bringen.
250 g Bigoli
in das kochende Wasser geben und al dente garen. (Bigoli sind dicke runde Nudeln, quasi wie Maccaroni ohne Loch, die habe ich bei uns nicht bekommen; ich nahm daher Linguine.) Sobald die Zwiebeln gut sind,
8 gesalzene Sardellen
dazugeben, die schmelzen beim Weiterschmoren von selbst. (Wer Sardellen mag, gibt 4 bis 8 mehr dazu, dann schmeckt man sie noch stärker raus; das werde ich beim nächsten Mal ausprobieren.)
Ich gab zusammen mit den Sardellen als Ergänzung noch mehrere Zehen
schwarzen Knoblauch
zerdrückt dazu, das ist kein Muß, passte aber sehr gut, weil er ja auch eher süßlich schmeckt, und machte die Farbe des bräunlichen Gerichtes noch intensiver.
Zuletzt das restliche Olivenöl zur Salsa geben.
Anschließend die Pasta und die Petersilie zu der Sardellen-Zwiebel-Sauce geben und alles gut vermischen. Mit
Pfeffer und Salz
abschmecken und sofort heiß servieren.
Und ja, ich geb’s zu, wir haben auch Parmesan – diesmal grob geraspelt, damit er nicht verschmilzt mit dem Rest – dazu genommen, obwohl sich das wahrscheinlich nicht gehört, es schmeckte aber… Kommentar des Gatten: „Boah! Das ist besser als Carbonara.“ Na ja, jedenfalls auch sehr, sehr lecker und gar nicht wirklich zu vergleichen.
Original gefunden im Blog Reisehappen, dessen Betreiberin lustigerweise den gleichen Beruf wie ich hat.
Die Fotos aus Venedig finden sich auf ichtuwasichkann.de – bei Lust auf weitere Impressionen.
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