Eine Beilage, die nicht nur wunderbar schmeckt, sondern auch auf dem Teller toll aussieht. Ich mache sie komplett im Backofen, das scheint mir die entspannteste Methode zu sein – für Produkt und „Personal“. Denn Pommes Pavé wird man, wenn man nicht des völligen Wahnsinns ist, wahrscheinlich sowieso nur für Gelegenheiten mit Gästen zubereiten…
Als Beilage für 4-6 Portionen.
250 ml Schlagsahne (32%)
Salz und Pfeffer
Muskatnuss
optional: Knoblauch
optional: etwas Trüffelsalz
optional: etwas feiner Parmesan
optional: frischer Thymian
in einer ausreichend großen Schüssel vermischen.
1 kg Kartoffeln
(mehlige sind besser, festkochende funktionieren aber auch; gelbfleischige sehen am besten aus) in sehr dünne Scheiben – maximal 2 mm! – direkt in die gewürzte Sahne hobeln und vermischen.
Die Innenseite Ihrer Form mit
Butter
einfetten und mit Backpapier auskleiden. Dabei das Papier an den Rändern mehrere cm überstehen lassen, damit lässt der Kartoffelblock sich später leichter aus der Form heben.
Wenn alle Kartoffeln in Scheiben gehobelt sind, die erste Schicht Scheiben lückenlos auf den Boden der flachen Auflaufform legen, anschließend mit einer kleinen Prise
Salz und Pfeffer
und ggf. weiteren Gewürzen bestreuen, aber behutsam – die Sahnemischung ist ja schließlich auch gewürzt. Schicht für Schicht wiederholen, bis die Auflaufform fast voll ist oder die Kartoffeln aufgebraucht sind.
Dann die Sahnemischung gleichmäßig und langsam über die geschichteten Kartoffeln gießen – vor dem Nachgießen immer warten, bis die Sahne etwas versickert ist. Die Sahne sollte am Ende nicht höher als die oberste Kartoffelschicht reichen.
Zum Schluss das Backpapier über die Kartoffeln falten und die Form entweder mit einem geeigneten Deckel oder mit Alufolie abdecken. Für ca. 1,5 Stunden bei 175 °C backen. Gargrad mit einem kleinen, spitzen Messer prüfen – die Kartoffeln müssen gar sein.
Nach dem Backen die Auflaufform aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Ein sauberes Stück Backpapier auf die Kartoffeln legen, darauf ein zuvor zurechtgeschnittenes und mit Alufolie umwickeltes Stück Pappe. Nun mit Konservendosen oder anderen schweren Gegenständen beschweren, um die Kartoffeln gleichmäßig (!) zu verdichten. Das Ganze über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen. Dieser Schritt ist wichtig für das Festwerden der Schichten.
An Tag 2 nehmen Sie die beschwerte Form aus dem Kühlschrank und lassen Sie sie 30 min ruhen.
Entfernen Sie dann das Gewicht und heben Sie den Kartoffelblock vorsichtig mithilfe des Backpapiers aus der Form; oder stürzen, das Gesamtkunstwerk sollte dabei nur nicht zerbrechen. Sie machen das schon! Schneiden Sie die Ränder mit einem scharfen Messer senkrecht ab (diese Reste können Sie wunderbar bei nächster Gelegenheit braten) und schneiden Sie das Pavé in gleichmäßige Rechtecke.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech auf die Schnittkanten legen, mit
geklärter Butter o.ä.
bepinseln, nach Geschmack nachwürzen und im Ofen bei 220°C backen, bis die Rechtecke goldbraun sind, das dauert ca. 15 min; zwischendurch einmal wenden. (Alternativ können Sie sie mit reichlich Öl oder geklärter Butter in einer Bratpfanne auf den Schnittflächen kross anbraten.)
Tipp: Wenn Sie kurz vor dem Servieren die Pommes-Pavé-Scheiben möglicherweise noch einmal erwärmen müssen, 5-10 min lang auf ein Backblech legen und im Ofen erhitzen.
Die Pommes Pavé passen prima als Beilage zu einem Hauptgericht mit Sauce. Außerdem sind sie in Verbindung mit Trüffel oder einem Klecks Crème fraîche oder mit frischen Kräutern o.ä. auch ein sehr schöner Zwischengang.
Wie heißt es so schön? „Versuch macht kluch.“
(Die Screenshots oben werden bald durch ein eigenes Foto ersetzt.)
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