Für diejenigen, die das wohlklingender finden, auch „Senfcaviar“ genannt. Man braucht etwas Geduld, denn die fertigen Senfkörner sollten ein paar Tage durchziehen können. Also nichts für Spontangelüste, wenn kein Vorrat da ist.
Das Machen ist allerdings puppeneinfach – ich hatte mich zunächst durch viel aufwendigere Rezepte gearbeitet, mit ständigem Abgießen und neu aufkochen und und und, doch dieses hier schmeckt ganz genauso.
Die angegebene Menge passt prima in ein 340-ml-Schraubdeckelglas.
100 g Senfkörner
4 EL Zucker
1 EL Salz
250 ml Wasser
250 ml Weißweinessig
1 Lorbeerblatt
in einen Topf geben und aufkochen, dann bei kleiner Hitze ca. 25 min köcheln lassen.
Vor dem Abfüllen Lorbeerblatt rausnehmen, beim Abfüllen und späteren Verwenden darauf achten, daß die Senfkörner immer von der Lake bedeckt bleiben. Im Kühlschrank lagern.
Durch die Zubereitung verlieren die Senfkörner ihre Schärfe und die beißenden Bitternoten, vergrößern ihr Volumen und gewinnen an Biss – der dem von Kaviar tatsächlich ähnelt.
Die eingelegten Senfsamen sind sehr vielseitig einsetzbar, sie machen sich gut in Vinaigrettes und passen hervorragend zu eher fettigen Gerichten. Ich nehme sie zum Beispiel auch auf einem Käsebrot oder auf hartgekochten Eiern.
Die Haltbarkeit richtet sich sehr danach, wie sauber mit dem Produkt umgegangen wird, also zum Entnehmen immer einen unbenutzten, frischen Löffel nehmen – aber wem sage ich das. Ansonsten weiß ich dazu wenig, weil die Leckerei hier immer so schnell „verschwunden“ ist.
Es gibt viele Rezepte im Netz, ich richte mich nach dem von @hannes_arendholz auf Instagram.
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